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"Schön und wild auf Ibiza": Margit Geissler

Veröffentlicht am 25.02.2016


Wenige Tage nach Vanity verstarb nun, ebenfalls im Alter von 57, die deutsche Komödiantin Margit Geissler. Die am 24.10.1958 gebürtige Berlinerin starb am 22.2. an den Folgen einer Lungenkrebserkrankung in München. Als Marita Man debütierte die ausgebildete Schauspielerin 1979 in Claus Tinneys Sexkomödie "Nackt und heiß auf Mykonos" (1 Woche im Asta 1, Wiedereinsatz 1980) und spielte anschließend in diversen deutschen Erotik- und Verwechslungsklamotten wie "Kesse Teens und irre Typen" und "Heiße Kartoffeln". Geisslers Markenzeichen war dabei ein unbeschwertes, etwas rotziges Auftreten, das später auch frischen Wind in Fernsehserien wie "Onkel & Co." und "Das kann ja heiter werden" brachte. Im Asta Nielsen war sie Mitte der 1980er Jahre noch in "Die schönen Wilden von Ibiza" (1 Woche im Asta 3, Wiedereinsatz 1986) ihres zeitweiligen Ehemannes Sigi Rothemund und in der Hallervorden-Komödie "Didi und die Rache der Enterbten" (4 Wochen im Asta 2 und 3, 1985) zu sehen. Nach dem Ausbleiben weiterer Rollenangebote wurde Geissler 2012 Bordellbetreiberin in München-Pasing. "Nackt und heiß"-Partner Sascha Hehn lobte seine frühere Kollegin in der Bild-Zeitung als "lebensfrohe und vor allem liebenswerte Kollegin". Mit ihrer lockigen Löwenmähne und ihrem dionysischen Lachen zählte Margit Geissler ganz sicher zu den selbstbewusstesten Protagonistinnen des deutschen Lustspielkinos. (rs)

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"Stirb niemals jung": Vanity

Veröffentlicht am 22.02.2016



Am 15. Februar verstarb die von Prince entdeckte kanadische Sängerin und Schauspielerin Vanity. Sie wurde 57 Jahre alt.
Vanity, am 4. Januar 1959 in Niagara Falls als Denise Katrina Matthews geboren, war im Asta 1 jeweils eine Woche in Roger Spottiswoodes Debüt-Thriller "Monster im Nachtexpress" (Terror Train, 1981) und in Gil Bettmans wüster Agentenparodie "Lance - Stirb niemals jung" (Never Too Young To Die, 1986) zu sehen. Letztere sollte als moderner James-Bond-Reißer eigentlich von Steve Carver ("Mc Quade, der Wolf") inszeniert werden und präsentierte Vanity endlich einmal groß auf dem Filmplakat. Der von Steven Paul ("Slapstick", "Baby Genuises") produzierte Actioner fiel an den Kassen allerdings durch. Auch in Düsseldorf, wo der Scotia-Verleih den Film im Juli 1986 auf seiner für Jahre exklusiv gebuchten Litfaßsäule unter dem Tausendfüßler bewarb, ging es nach einer Woche im Resi 4 und Rex A und einer einsamen zweiten Woche im Asta 1 zurück ins Filmlager. Immerhin aber erreichte Vanitys Film einen Monat nach dem US-Start in West-Deutschland 130.000 Besucher, ein Drittel der Zahlen der Chuck-Norris-Actioner "Delta Force" und "Invasion U.S.A.". Ihre beste Rolle spielte die Tochter einer Deutschen und eines Afro-Amerikaners kurz darauf in John Frankenheimers grimmiger Elmore-Leonard-Adaption "52 Pick-Up", die nach der Schließung des Asta Nielsen in Düsseldorf kein passendes Kino mehr fand.
Nach mehreren Engagements in TV-Serien und einem durch Drogenkonsum verursachten Nierenversagen 1992 stieg Vanity Mitte der 1990er Jahre aus dem Filmgeschäft aus und wandte sich als Evangelistin dem christlichen Glauben zu. Alle ihre Fotos, Filme und Platten landeten auf dem Müll. In "Blame it on Vanity" rechnete sie mit ihrer Hollywood-Karriere ab und lobte ihr "spirituelles Leben mit Gott". Im November 2015 widmete der Hollywood Reporter "Lance - Stirb niemals jung" ein "Flashback"-Interview mit Vanitys Co-Stars John Stamos und Gene Simmons. Stamos rekapitulierte, wie Vanity beim ersten Treffen vor Drehbeginn gleich ihre Hand auf seine Beine gelegt hätte, um ihn, der Filmrolle entsprechend, anzumachen. Es sei aufgrund ihres Star-Status aber zu keiner weiteren Affäre gekommen. Vanity wollte sich drei Monate vor ihrem plötzlichen Tod nicht mehr zu dem Film äußern und ließ alle Interviewanfragen unbeantwortet. (rs)

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